Obst Dörren mit dem «dörrex» von Stöckl

Erfreulicherweise gab es im Sommer/Herbst 2025 reichlich Obst im Garten. Viele Äpfel, Birnen, Nashi, Pfirsiche und Zwetschgen luden zum Haltbar machen ein. Eine schonende Art ist das Trocknen bei ca. 60° (je nach Dörrgut)

Um es vorweg zu nehmen: 

Ich bin von der Firma Stöckli weder bezahlt noch beschenkt worden. Ich empfehle das Gerät aus persönlicher, guter Erfahrung und das seit störungsfreien 16 Jahren. Andere Geräte kenne ich nicht und spreche daher nur für meinen «dörrex», den ich aber wärmstens empfehlen kann. 

Der Stromverbrauch meines «dörrex» liegt beim akuten Heizen bei ca. 540 Watt. Da aber das Gerät nicht dauernd heizt, verbraucht es beim Betreiben des Lüfters lediglich 13 Watt. Der Stromverbrauch ist abhängig von der Raumtemperatur, der Anzahl der Dörrgitter sowie der eingestellten Temperatur.

Die rotfleischigen Weinbergpfirsiche wurden heuer ab Anfang September schnell weich und, ob des vielen Regens in letzter Zeit, auch schön groß. Bevor die empfindlichen Früchte in die Wiese gefallen wären und im Inneren unweigerlich braune Stellen bekommen hätten, habe ich mit dem Teleskop-Apfelpflücker unverletzte Pfirsiche geerntet.
Nach dem Halbieren mit einem kleinen, scharfen Sägemesser und dem Entfernen des Kernes habe ich die Hälften in vier Teile geschnitten und im Dörrsieb mit der Haut nach unten verteilt. Lägen die saftigen Pfirsichschnitze auf der Seite, blieben sie gerne kleben und würden sich nach dem Trocknen schlecht vom Gitter lösen. 

Geachtelter Rotfleischiger Weinbergpfirsich auf dem Edelstahlgitter

Mit Zwetschgen mache ich das genauso. Bei 65° sind die Schnitze nach ca. 12 Stunden fertig getrocknet. Früchte mit sehr viel Saft (wie die Pfirsiche) brauchen etwas länger.

Geachtelte Zwetschgenschnitze fertig zum Dörren

Genaue Dörrzeiten und Temperaturen kann man der Gebrauchsanleitung des «dörrex» entnehmen.

Nashi und Äpfel werden in Scheiben oder Ringe von 2 – 3 mm getrocknet. Äpfel lassen sich (nach dem Entfernen des Kernhauses) auch sehr gut mit einer elektrischen Brotschneidemaschine in Ringe schneiden. Je mehr Dörrsiebe übereinander stehen, umso effektiver wird das Trocknen.

Ich bin kein Elektriker, aber man braucht für die zum Dörren benötigten 12 Stunden ca. 3.600 Watt (3,6 KW), bei geschätztem durchschnittlichen Stromverbrauch von 300 Watt/Stunde. Bei einem Preis von 35 Cent pro Kilowattstunde bezahlt man nur 1,26 Euro für einen „Turm“. Wer Photovoltaik auf dem Dach hat, reduziert den Verbrauch sogar auf annähernd Null.

Pro Turm mit sieben Gittern erhalte ich 3 – 4 Gläser Dörrobst (saubere Gurkengläser ca. 12 cm hoch). Spätestens nach einem Jahr sollte das Dörrobst aber aufgegessen sein. Sehr gerne trockne ich auch Tomaten, Kräuter, Pfefferminze, Steinpilze, Totentrompeten oder Trompetenpfifferlinge. 

Gedörrte Äpfel, Nashi, Pfirsiche

Das ganze Thema soll nicht zu sehr vertieft werden, sondern nur dazu anregen, es selbst auszuprobieren. Ich jedenfalls möchte auf meine getrockneten Schätzchen nicht mehr verzichten. Vor allem im selbst gemahlenen und reichlich gemixten Müsli im Winter sind sie eine wertvolle Bereicherung. Ein Glas getrockneter Nashis ist auch ein schönes kleines Geschenk und Mitbringsel.

Preis pro «dörrex» mit drei Edelstahlsieben im Internet ab ca. 145 Euro. Weiteres Gitter je ca. 28 Euro. Natürlich auch gerne beim  Küchen-Lösch in Nürnberg kaufen.

Getrocknete Steinpilze

Über Fragen oder Anregungen freut sich Hans-Günter Brodmann (Email-Kontakt unter Menüpunkt „Vorstand“).