Am Samstag, 6. April hat der Obst- und Gartenbauverein Katzwang eine geführte Wanderung zu den Kreuzottern am neuen Kanal durchgeführt (Eibacher-Forst).
Der Referent Klaus Müller gehört dem Landesbund für Vogelschutz (LBV) an und hat seit Jahren ein Auge auf die Kreuzotter-Population, für die in Eibach optimale Bedingungen herrschen.
Und die sind komplex. „Kreuzottern benötigen zu verschiedenen Zeiten feuchte und trockene, kühle und sonnige Umgebung“, weiß Müller, der sich ausführlich mit den Tieren beschäftigt hat. Bei den Schlangen handelt es sich laut Müller um „den Rest einer großen Kreuzotter-Population, die seit über 50 Jahren hier lebt, durch den Bau des Hafens geschrumpft ist und hier später einen Platz gefunden hat.
Klaus Müller hat während der gut zweistündigen Wanderung aufschlussreiche Informationen über die Kreuzottern gegeben. Diese sind sehr scheu und besonders geschützt. Bei Gefahr flüchten sie zunächst, doch in die Enge getrieben beißen sie auch. Lebensgefahr besteht jedoch nicht. Kreuzottern verschwenden keinen Tropfen ihres Gifts. Es dauere, den Stoff herzustellen. Zur Verteidigung injizieren die Tiere deshalb oft nur wenig davon oder gar nichts. „Wird man gebissen, sollte man aber in jedem Fall einen Arzt aufsuchen“, rät der Schlangenexperte.
Anbei einige Bilder von den Kreuzottern, die wir bei der Wanderung betrachten konnten.




