OGV-Katzwang - Keltern
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Die Kelterei

 

Als Most (lat. mustum) wird allgemein durch Keltern (Pressen) gewonnener Fruchtsaft bezeichnet - je nach Gegend auch bereits vergorener Most. Übliche Früchte sind Trauben (Traubenmost als Vorstufe zum Wein, Federweißer), Äpfel (Apfelmost) und Birnen. Andere Obstweine werden üblicherweise nicht als Most bezeichnet (Quelle: Wikipedia).

 

Saft von eigenen Äpfeln

 

Für qualitativ hochwertigen, naturtrüben Direktsaft ist der optimale Reifegrad des Obstes sehr wichtig. Äpfel, die zu Saft verarbeitet werden sollen, müssen zwischen der Pflück- und der Genussreife geerntet werden. Zu weiches bis mehliges Obst ergibt weniger Saft und einen hohen Trübanteil im Saft.

Je nach Sorte und Reifegrad des Obstes entsteht bei der Pressung ein Direktsaft mit mehr oder weniger Trübanteilen. Richtig geerntetes Obst wird einen klaren Saft liefern, während überreifes, weiches Obst einen trüben Saft ergibt.

Zu lange und unsachgemäß gelagertes Obst (z.B. in Plastiksäcken) verschlechtert die Qualität des Saftes. Auch faule Früchte eignen sich nicht zur Saftgewinnung.

Das Obst ist sauber anzuliefern. Der Wasserbehälter an der Einschüttung dient lediglich zur Beförderung des Obstes über die Schnecke zur Rätzmühle. Von dort kommen die Früchte in den Dosierkasten und weiter auf die Presse. Der ausgepresste Saft wird fein gesiebt und in einen Zwischenlagerbehälter gepumpt. Durch kurze und schonende Erwärmung im Wärmetauscher auf 78 Grad wird der Saft haltbar gemacht und ohne Zusatzstoffe in Beutel (Bag-in-Box) abgefüllt.

 

Unser Mostereibetrieb

 

Grundsätze

 

⇒ Die vereinseigene Mosterei ist nur für Mitglieder des Vereins tätig.

Jeder Anlieferer erhält sofort den Saft seines eigenen frischen Obstes. Das angelieferte Mostobst soll frisch und reif sein. Verbleiben zwischen Obsternte und Mosttermin einige Tage, soll das Obst im Gras liegen bleiben und erst kurz vor dem Mosten eingesammelt werden, so bleibt es dann länger frisch.

Schnelle Verarbeitung ohne Verzögerung bis zum Endprodukt wird garantiert. Durch Voranmeldung kann das Obst am vereinbarten Termin vollständig verarbeitet werden. Das ist wichtig, denn unbehandelter Rohsaft verliert innerhalb kurzer Zeit einen Großteil seines Vitamin-C-Gehaltes.

Sofortige Abfüllen und Verschließen hat hohe Priorität. Unsere Abfüllanlage ist auf Beutel (Bag-in-Box) eingestellt. Dabei wird der Saft in drei, fünf oder zehn Liter-Beutel mit Auslaufhahn abgefüllt. Die Beutel können platzsparend in gebrauchten Obst- oder Gemüsekartons transportiert und aufbewahrt werden. Zum Zapfen des Saftes wird der Beutel in einen mehrfach verwendbaren Karton eingesetzt. Der Beutel wird nach der vollständigen Entleerung über die Restmülltonne entsorgt.

Im ungeöffneten Beutel hält der Saft genau so lange wie früher in den Flaschen. Da durch den Auslaufhahn bei richtigem Gebrauch keine Luft in den Beutel kommt, kann ca. 8 Wochen lang ohne Qualitätseinbuße Saft entnommen werden.

 

Saftgewinnung

 

Frisch aus der Obstpresse schmeckt der Saft am besten: Aroma, Vitamingehalt, wertvolle Enzyme und Spurenelemente bleiben weitgehend erhalten. Gekühlt kann dieser Rohsaft einige Tage (pur oder mit Mineralwasser gemischt) getrunken werden, bevor er zu gären beginnt.

In entsprechenden Gebinden eignet sich der Rohsaft sehr gut zum Tieffrieren. Damit können die der Gesundheit dienenden Bestandteile des Rohsaftes bestens konserviert werden. Als Vitaminspender ist dieser Saft besonders in den Wintermonaten sehr wertvoll.

Beliebt und bekannt seit alter Zeit ist auch die Herstellung von Apfelwein aus dem frischen, nicht wärmebehandelten Saft.

Eine weitere Variante ist ein Druckmostfass. Bei dieser Art der Haltbarmachung entsteht ein interessantes Getränk mit leichtem Alkoholgehalt.

Nach der auf Wunsch bei uns durchgeführten Wärmebehandlung (Endkeimung, Pasteurisierung) werden Schimmelpilze und Hefebakterien so weit reduziert, dass sie für die Haltbarkeit des Obstsaftes keine Rolle mehr spielen.

Verarbeiten unter Mithilfe der Kundschaft

• Abfüllung in die Beutel (Bag-in-Box)

 

Bilder der Abfüllanlage

 

Äpfel häckseln und pressen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

     

    Der Presskuchen (Trester)


    Die vorwiegend festen Rückstände, die nach dem Auspressen des Saftes aus der Obstpresse übrig bleiben, sind gut als Futter für Wild oder Schafe geeignet. Dieser Trester wird gerne von den ortsansässigen Jägern abgeholt, sodass die Entsorgung keine Probleme bereitet.